Im zweiten Zentralkurs des Jahres ging es darum, die Ausbildungsverantwortlichen der Sektionen zu befähigen, Anwender am Sturmgewehr 90 oder an der Pistole 75 auszubilden. Insgesamt 23 Mitglieder aus den Unteroffiziersvereinen aus der ganzen Schweiz sind bei Rekordtemperaturen auf dem Waffenplatz Sand zu dieser Prüfung angetreten – mit Erfolg.

Das Aussenthermometer zeigt an diesem Samstagmorgen, 29.06.2019, kurz vor 0900 schon knapp 24 Grad an, angekündigt sind bis zu 35 Grad. Nichts desto trotz haben 23 Mitglieder diverser UOV Sektionen heute den Waffenplatz Sand der Badi vorgezogen.

Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, bunt gemischt aus den unterschiedlichsten Waffengattungen sind heute hier, um das Ausbildnerbrevet Stufe 2 zu erlangen. Am 13. April dieses Jahres hat der C Ausb des SUOV (bis 15.05.2019), Oberst Jens Haasper, den 1. Zentralkurs durchgeführt und die Teilnehmer auf den heutigen Prüfungstag vorbereitet. Das ist auch der Grund, weshalb heute er als Übungsleiter auf Platz ist und nicht sein Nachfolger, adj EM Vincent Andrey. 

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Erste Hürde «Schulbank»

Pünktlich um 0900 meldet Oblt Simon Näpflin die Teilnehmer Oberst Haasper. Aufgeteilt in zwei Gruppen, Sturmgewehr 90 und Pistole 75, ging es anschliessend erstmal in die Theoriesäle. Dort galt es einen Theorietest zu bestreiten. Gefragt waren Waffenkenntnis und Sicherheitsvorschriften. Auf diese legt Haasper grössten Wert. Immer wieder betont er an diesem Tag: «Die Sicherheitsvorschriften sind jederzeit einzuhalten!» Fast genau soviel Wert legt er auf den Grundsatz «Vormachen, mitmachen, nachmachen». «Ein Ausbildner hat eine Vorbildfunktion inne. Das müssen sich alle bewusst sein.» Dazu gehört für ihn auch anwendergerechtes Ausbilden.

Nach 15 Minuten werden die Fragebögen eingesammelt und gemeinsam verschieben die Teilnehmer in Richtung KD-Boxen. Diese müssen die Teilnehmer selber für ihre Lektionen einrichten. Auch das gehört zu den Aufgaben eines Ausbilders. 

Sanitätsposten, Munitionsdepot, Materialdepot – alles wird nach Vorschrift aufgebaut, die Schiessfahnen aufgehängt und die Plakate, welche die Teilnehmer eigens für diesen Tag vorbereitet haben, finden ebenfalls ihren Platz. «Ich habe allen den gleichen Vorbereitungsauftrag gegeben», sagt Haasper und zeigt sich zufrieden mit dem Gesehenen: «Das Resultat ist sehr gut» einziges B-Moll: «Die sektionsinterne Unterstützung dürfte noch besser werden.

Einmal eingerichtet, geht es an die Repetition der Grundhandhabung der Waffe: Persönliche Sicherheitskontrolle, korrektes Laden und Entladen, Störungsbehebungen etc...

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Auf Herz und Nieren geprüft

Die Sonne brennt in die KD-Boxen. Im Schatten stehen rund 30 Liter Wasser bereit für die Teilnehmer. «Trinken Sie genug», ermahnt Haasper die Soldaten immer wieder. Niemand will, dass die bereitgestellte Sanitätsbare am heutigen Tag zum Einsatz kommt.

Das Mittagessen im Restaurant Bären haben sich alle redlich verdient. Im Schatten der Bäume stärkt man sich mit Suppe, Fleisch vom Grill und Salat. So gestärkt geht es ab 1300 ans Eingemachte.

Jeder Teilnehmer erhält die Gelegenheit, eine Ausbildungssequenz durchzuführen. Stets unter der Beobachtung des Übungsleiters und den beiden Ausbildnern der Ausbildungssektion Ost, Oblt Simon Näpflin und Wm Phillip Ruppli. «Ich bin froh und dankbar, kann ich auf die Unterstützung unserer Ausbildungssektionen zählen», betont Haasper. Alleine sei das nicht bewältigbar und schon gar nicht in so kurzer Zeit.

Akribisch notieren die drei alles, was sie sehen und legen dabei die Schwerpunkte auf Methodik, Didaktik und Technik. Nach absolvierter Lektion bespricht der Übungsleiter die Lektion mit dem Prüfling, verteilt Lob, macht Verbesserungsvorschläge und gibt Tipps. Tipps, welche die Teilnehmer gerne entgegennehmen. «Ich wollte in deine Gruppe, weil ich weiss, dass du streng bist», betont etwa Hptfw Philipp Felber vom Militärverein Grenchen gegenüber Haasper.

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Auch das Aufräumen gehört dazu

Nachdem alle ihre Lektionen absolviert haben, ist es aber noch nicht fertig. «Das Erstellen des Schiessplatzes sowie der Parkdienst an der Waffe gehören ebenso zum Job des Ausbildners, wie das Ausbilden selber.» Und so packen alle fleissig mit an. Ganz besonders in diesen Momenten kommt die Kameradschaft zum Tragen. Eine Tatsache, die auch Meinrad Ruoss vom UOV Zürcher Oberland sehr schätzt. «Hier bin ich unter Gleichgesinnten und kann Ausbildungen absolvieren, die ich im zivilen Leben nicht kann.»

Den Abschluss bildet der Parkdienst an der Waffe. Auseinandernehmen, reinigen, fetten und wieder zusammensetzen. Im Schatten der überdachten PD-Tische ziehen die Teilnehmer Bilanz über die beiden Kurstage. «Für mich war die Erarbeitung der Lektionenblätter die grösste Herausforderung», sagt etwa Fachof Bruno Christen, Präsident des UOV Affoltern und Mitglied des erweiterten Vorstands des KUOV ZH&SH. Ähnlich erging es Hptfw Felber, der gerne etwas mehr Zeit für die Vorbereitung gehabt hätte. «Die beiden Ausbildungstage waren streng, aber sehr lehrreich.» 

Fachof Christen sagt weiter: «Ich wollte mal sehen, was einem in so einem Kurs geboten wird, damit ich ihn guten Gewissens unserem Nachwuchs empfehlen kann.» Er habe bereits nach dem ersten Kurs drei Interessenten gewinnen können.

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Einig sind sich am Ende des Tages alle Teilnehmer: Es waren lehrreiche Tage, arbeitsreiche Tage aber auch Tage, an denen man neue Kameraden gewinnen konnte. Und schliesslich hat sich der ganze Schweiss auch gelohnt. Voller Stolz kann der Übungsleiter am Ende des Tages verkünden: «Alle Teilnehmer haben bestanden!» Als letzte Amtshandlung und als Ausdruck des Respekts gegenüber allen, die freiwillig da sind, zieht der ehemalige Ausbildungschef seinen Mutz vor der versammelten Mannschaft. «Danke, dass Sie hier waren, dass Sie so viel Einsatz gezeigt haben und für unsere Sache einstehen.»

Dann entlässt er die 23 neuen Ausbildner in ihren wohlverdienten Feierabend.

Moni Bregy
C Komm SUOV

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Wer in der heutigen Schweiz vom 11.11. spricht, denkt dabei an den Fasnachtsstart oder den Martinimarkt, aber kaum mehr an das Ende des ersten Weltkrieges. Im Ausland ist der 11.11. ein Gedenktag. Am 11.11.1918 wurde im Wald von Compiègne, im Eisenbahnwagen von Marschall Foch, der Waffenstillstand unterzeichnet. 

Im Völkerringen von 1914-18 mussten 9,7 Millionen Soldaten und 10 Millionen Zivilisten ihr Leben lassen. Der Krieg forderte zudem 21 Millionen Verwundete und richtete verheerende Zerstörungen an. Der erste Weltkrieg gilt als "die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts". Die harten Bedingungen des Waffenstillstandes und der von Rache geprägte Vertrag von Versailles boten keine stabile Grundlage für ein friedliches Europa. 20 Jahre nach dem Friedensschluss brach der Zweite Weltkrieg aus als Fortsetzung des Ersten. 

Die Schweiz hat sich 1914-18 aus dem Krieg heraushalten können. Unsere Armee war an keinen Kämpfen beteiligt. Die über 3000 Schweizer Soldaten, die während der Grenzbesetzung im Dienst starben, fielen nicht auf dem Schlachtfeld. Im Ausland wurden die Gefallenen als Helden gefeiert, die ihr Leben als Beitrag zum Sieg hergegeben hatten. In der Schweiz starben die Soldaten bei Unfällen und Krankheiten. Verheerend wirkte die Spanische Grippe, die mit dem Kriegseintritt der USA Europa ereichte.

1939 100 Jahr Jubilum der UOG Zrich

Auf der Forch erinnert das Zürcher Wehrmännerdenkmal an die im Dienst verstorbenen Zürcher Soldaten. In der Tradition der Unteroffiziersvereine ist das Denkmal ein Zeichen des Dankes an die Weltkriegsgenerationen, die es unter grossen Entbehrungen geschafft haben unser Land aus dem Krieg herauszuhalten. 

Die Truppen, die im November 1918 heimkehrten hätten einen freundlichen Empfang verdient, doch die Stimmung im Land war angespannt: Hunger, Elend und Krankheit prägten den Alltag. Das Ende des Krieges wurde zwar als Erleichterung empfunden, aber die Soldaten erlebten vor allem in den Städten üble Szenen des Undanks. 

Das Wehrmännerdenkmal ist vier Jahre nach Kriegsende eingeweiht worden. Dass es einem breiten Bedürfnis entsprach, den Opfern zu gedenken und den Veteranen zu danken, zeigten die 30'000 Teilnehmer der Eröffnungsfeier. Bis in die 1970er Jahre war die Forch Treffpunkt der Aktivdienstveteranen. Die Unteroffiziersvereine führten hier regelmässig Gedenkveranstaltungen durch. Der letzte Sternmarsch mit 200 Teilnehmern fand 1989 statt. Seither gab es nur noch kleine Anlässe, meist im privaten Rahmen. 

Gedenkanlass auf der Forch

Am Sonntag, 11.11.2018 hat der Kantonale Unteroffiziersverband Zürich + Schaffhausen zum 100. Jahrestag des Kriegsendes auf der Forch eine Kranzniederlegung durchgeführt. 

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Ein Teil der Sektionen war mit Fahnendelegationen präsent. Ein Bläserquintett der Brassband Maur sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier und die Compagnie 1861 des UOV Uster stellte die Ehrengarde. Ebenfalls zu dieser Sektion gehörte die Fahnenwache in Originaluniformen von 1918, die zusammen mit dem aktuellen KUOV-Fahnenzug des UOV Zürcher Oberland die Kranzniederlegung auf der obersten Stufe des Denkmals begleitete. 

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Kantonalpräsident Oberstleutnant Thomas Amstuzbegrüsste um 14 Uhr die 130 anwesenden Gäste. Brigadier Markus Ernst, Präsident der Standortgemeinde Küsnacht erinnerte in seiner Ansprache an die heute unvorstellbaren Schwierigkeiten, welche 1914-18 gemeistert werden mussten. Divisionär Rolf André Siegenthaler, Stellvertretender Chef Kommando Operationen verwies auf die Bedeutung des Denkmals und die Besonderheit, dass es nicht auf Anordnung der Regierung errichtet wurde, sondern auf Initiative "von unten". Es war die UOG Zürich, die 1920 die Initiative ergriff und das Projekt in nur zwei Jahren durchzog. Die 1839 entstandene UOG Zürich gilt als erster Unteroffiziersverein unseres Landes. An der diesjährigen Feier wurde die Vereinsfahne von Wachtmeister Willy Hensler getragen, der als Archivar das Erbe der UOG bewahrt. Rolf André Siegenthaler war wie schon sein Vater und sein Grossvater UOG-Mitglied. 

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Als Dritter wandte sich Feldprediger Hptm Gerold Schmid an die Versammlung. Er zitierte aus dem alten Testament den Propheten Jeremia:«der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird ewige Stille und Sicherheit sein…» Die Werte Friede, Gerechtigkeit und Handeln gehören zusammen. Der Friede wird uns nicht geschenkt, er muss erarbeitet und gepflegt werden. Die Jahre 1914-18 waren für die Schweiz  eine Zerreissprobe. Mit dem Gedenken an die Opfer die der Krieg auch in unserem Land gefordert hat und verbunden mit der Hoffnung, dass die Schweiz weiterhin ein Hort des Friedens und der Gerechtigkeit sein dürfe und vor Krieg im Innern und Äussern verschont bleibe, kündigte Hptm Schmid die Gedenkminute an, die vom Bläserquintett mit einem Choral umrahmt wurde. Die würdige Feier schloss mit dem gemeinsam gesprochenen Unser Vater.

Für den SUOV, Wm Andreas Streiff, Präsident UOV Uster


 

Im dritten Zentralkurs des laufenden Jahres 2018 drehte sich alles um die Selbstkenntnis, die Eigen- und die Fremdwahrnehmung. Der C Ausb SUOV schloss mit diesem Thema den Kreis zum Thema «richtiges Führen».

disg modellAus dem Wallis, dem Tessin und dem Mittelland sind die Teilnehmer des dritten Zentralkurses angereist und wollten hören, was der C Ausb SUOV, Oberst Jens Haasper, zum Thema Selbstkenntnis, Eigen- und Fremdwahrnehmung zu erzählen hat.

Abgesehen von der umfassenden Einführung sagte Oberst Haasper an diesem Tag allerdings nicht viel. Es ist ihm nämlich in erster Linie darum gegangen, dass sich die Teilnehmer am Ende des Tages selber reflektieren und daraus die Konsequenzen auf das eigene Führungsverhalten ableiten können. Da habe er nicht viel zu sagen, meinte er am Schluss des Kurses schmunzelnd.

Der Tag startete mit einem Selbsttest, der Auskunft darüber gab, ob man sich selber eher als dominant, initiativ, gewissenhaft oder stetig einschätzt. Es folgte die Fremdwahrnehmung, in welcher die Teilnehmer von einem ihrer Kameraden mit demselben Test eingeschätzt wurden. Die Resultate sorgten nicht selten für Erstaunen.

DSC 0308Anschliessend folgten zwei Gruppenarbeiten. In der ersten ging es darum, ein Konzept zu entwickeln inkl. grobem Lektionenplan, für eine Schulung «Führungsverhalten» im eigenen Verein. In den 90 Minuten, welche für die Erfüllung der Aufgabe vorgegeben waren, wälzten die beiden Gruppen vor allem das GS 17, welches sich insbesondere im Kapitel 6 als sehr hilfreich erwies.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Militärgarten, ging es an die zweite Gruppenarbeit. In dieser mussten sich die Teilnehmer schon sehr stark mit sich selber und ihrem Persönlichkeitstyp auseinandersetzen. Es ging darum zu präsentieren, welche Konsequenzen für das eigene Führungsverhalten abgleitet werden – und diese zu begründen.

Was simpel und unspektakulär klingt, stellte sich doch als grosse Herausforderung dar, die im Rahmen des Führungsverhaltens jedoch eine sehr zentrale Bedeutung einnimmt. Betrachtet man nämlich die Faktoren der Lagebeurteilung (Auftrag, Umwelteinflüsse, Gegner, Eigene Mittel und Zeitverhältnisse), bewegten sich die Teilnehmer während des ganzen Tages im Bereiche der eigenen Mittel – der einzigen Faktoren, die beeinflussbar sind.

Es sind viele Faktoren, die uns zu der Persönlichkeit machen, die wir sind und als welche wir wahrgenommen werden möchten. Doch die Eigenwahrnehmung unterscheidet sich oft von der Fremdwahrnehmung. Nur wenn wir uns bewusst mit diesen Deltas auseinandersetzen, sind wir in der Lage gute oder bessere Führer zu werden. 

 

Moni Bregy
C Komm SUOV

 

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Ein Bericht der Kommunikation Verteidigung
(version française si-dessous)

Die Zuschauer erhielten einen Einblick in die breite Palette der Leistungsfähigkeit der Schweizer Luftwaffe: Im Luftpolizeidienst wurde beispielsweise mit zwei F/A-18-Kampfflugzeugen der stufenweise Prozess des Abfangens und Identifizierens eines Flugzeuges demonstriert, das widerrechtlich in den Schweizer Luftraum eingedrungen ist ("Hot Mission"). Ein weiterer F/A-18-Pilot zeigte die unterschiedlichen Tempobereiche, in denen sich eine F/A-18 bewegen kann: von 130 bis 1100 Stundenkilometer. Das Super-Puma-Display zeigte die Wendigkeit dieses Transport-Lasttieres, das auch wertvolle Dienste zugunsten der zivilen Bevölkerung leistet. Schliesslich wurde das Publikum noch Zeuge einer Dernière: Der vor 40 Jahren in der Schweizer Armee eingeführte Tiger F-5 führte auf der Axalp seinen letzten Waffen-Einsatz durch; er wird künftig noch als Zielflugzeug verwendet.

Kampfflugzeug-Ersatz dringend

In seiner Einleitung zu den Vorführungen relativierte der VBS-Vorsteher: Tiger F-5 und F/A-18 Hornet beeindrucken noch immer, obwohl sie bereits vor 40 bzw. 21 Jahren in der Schweizer Armee eingeführt worden sind. Sie müssen deshalb in den nächsten maximal 12 Jahren dringend ersetzt werden. Und was man auf der Axalp überhaupt nicht sehe, seien Drohnen und bodengestützte Luftverteidigung, Fliegerabwehrkanonen sowie Rapier- und Stinger-Lenkwaffen. Sie seien aber ein wichtiger Teil des "Gesamtsystemes Luftwaffe" zum Schutz unseres Luftraumes.

Bundesrat Parmelin kam in diesem Zusammenhang auf "Air2030", die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und eines Systems zur bodengestützten Luftverteidigung zu sprechen. Er zeigte sich befriedigt darüber, dass weite Kreise der an der kürzlich abgeschlossenen Vernehmlassung hinter der Modernisierung der Mittel zum Schutz des Schweizer Luftraumes stünden. Teilweise umkämpft sei einzig das Vorgehen zu Beschaffung. Parmelin ist überzeugt, dass der vom Bundesrat gewählte Planungsbeschluss, das heisst die Beschaffung der Mittel als Paket, der beste Weg sei. Einerseits sei es ein demokratischer Weg, der letztlich eine Volksabstimmung ermögliche. Zweitens böte der Beschluss Planungssicherheit über die Dauer des Vorhabens von 12 Jahren und drittens behielte man so mehr Kontrolle über Fragestellung und Zeitplan einer allfälligen Abstimmung.   

Divisionär Claude Meier, Chef Armeestab, ergänzte als Vertreter der Armeeführung, dass die Armee-Leistungen Kämpfen, Schützen und Helfen nur erfolgreich erbracht werden können, wenn der Schutz auch in der dritten Dimension sichergestellt werden kann. Neben neuen Kampfflugzeugen gebe es vor allem in der Boden-Luftverteidigung in grossen Höhen (bis 50 Km) eine Lücke, die geschlossen werden müsse. Und Divisionär Bernhard Müller, Kommandant Luftwaffe, schloss mit der Feststellung, dass die Beschaffung beider Systeme – Boden-Luftverteidigung und neues Kampfflugzeug – als Paket die optimale Voraussetzung böte, die beiden Komponenten optimal zu integrieren bzw. aufeinander abzustimmen.

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Von links: Divisionär Bernhard Müller, Kdt LW; Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher VBS; Wm Peter Lombriser, Zentralpräsident SUOV.

 

Un article du communication défense

Les spectateurs ont eu un aperçu des vastes capacités des Forces aérienne suisses: par exemple, deux F/A-18 ont démontré le processus d'interception et d'identification d'un avion qui survole illégalement l'espace aérien suisse ("hot mission"). Un autre pilote de F/A-18 a montré les différentes vitesses de vol: de 130 à 1100 km/h. Le Super Puma Display Team, régulièrement engagé en faveur de la population civile, a effectué le transport d'une bête. Finalement, le public a été témoin de la dernière du Tiger F-5 qui effectuait son dernier engagement sur l'Axalp.

Remplacement des avions de combat urgent

Dans son introduction, le chef du DDPS a relativisé: le Tiger F-5 et le F/A-18 Hornet impressionnent encore, bien qu'ils aient été introduits il y a respectivement 40 et 21 ans. C'est pourquoi ils doivent être remplacés dans le courant des 12 prochaines années. Et ce qu'on ne voit pas sur l'Axalp, ce sont les drones et la défense sol-air avec les engins guidés de défense contre avions Rapier ou Stinger. Pourtant, ils sont une partie importante du "système global de défense aérienne".

Le Conseiller fédéral Guy Parmelin a ainsi abordé la question "Air2030" avec l'acquisition de nouveaux avions de combat et d'un système de défense sol-air. Il s'est montré satisfait que de nombreux cercles soutiennent la modernisation des moyens de défense de l'espace aérien. Il est en outre convaincu que le plan choisi par le Conseil fédéral, c'est-à-dire l'acquisition des moyens comme paquet global, est le meilleur. Tout d'abord, c'est un moyen démocratique qui rend un référendum possible. Ensuite cette décision offre de la sécurité sur toute la durée du projet. Finalement, on garde davantage de contrôle dans le cas d'une éventuelle votation.

Le divisionnaire Claude Meier, chef de l'état-major de l'armée, a ajouté que les missions de l'armée - combattre, défendre et aider - ne pouvaient être accomplies qu'à condition que la sécurité soit aussi assurée dans la troisième dimension. Le divisionnaire Bernhard Müller, commandant des Forces aériennes, a conclu en affirmant que l'acquisition des deux systèmes – défense sol-air et avions de combat – en tant que paquet global offrait les meilleures conditions.

 


 

 

OberstiGst Pius BrantschenOberst i Gst Pius Brantschen besuchte am Samstag, 17. März 2018, den Zentralkurs II-18 des SUOV. Wir haben die Gelegenheit genutzt, uns mit dem C Ausb Ustü des Kdo Ausb über die Ausserdientstliche Tätigkeit und deren Zukunft zu unterhalten.

Interview: Monika Kessler, C Komm SUOV

Oberst i Gst Brantschen, warum war es Ihnen wichtig, an diesem Zentralkurs des SUOV vom 17. März 2018 dabei zu sein?

Am 01. Januar 2018 habe ich den Bereich Ausbildungsunterstützung im Stab Kommando Ausbildung übernommen. Darin enthalten ist der Teilbereich Ausserdienstliche Tätigkeiten. Es gibt zehntausende von Männern und Frauen, die jährlich an 4500 bewilligten Übungen der Ausserdienstlichen Tätigkeiten teilnehmen. Darum will ich mit meinem Besuch die Ausbildungsinhalte und die Teilnehmenden in der Praxis besser kennen lernen, um deren effektiven Bedürfnisse zu erkennen.

Welche Bedeutung kommt der Ausserdienstlichen Tätigkeit innerhalb der WEA zu?

Die Bedeutung der Ausserdienstlichen Tätigkeit hat sich mit dem Inkrafttreten der WEA nicht verändert. Es geht weiterhin darum, basierend auf den Erfordernissen der Armee, die vom Bund unterstützten freiwillige Ausserdienstlichen Tätigkeiten in den anerkannten militärischen Gesellschaften und Dachverbänden durchzuführen.

Wie sieht eine optimale Zusammenarbeit zwischen dem Kdo Ausb und den militärischen Gesellschaften und Verbänden aus Ihrer Sicht aus?

Der Bereich Ausserdienstliche Tätigkeit stellt eine Scharnierfunktion zwischen der „aktiven“ Armee und den militärischen Gesellschaften und Dachverbänden dar. Gegenseitige Bedürfnisse und Erwartungen müssen geklärt sein.

Welche Herausforderungen kommen Ihrer Ansicht nach auf die Ausserdienstliche Tätigkeit zu?

Eine der Hauptherausforderungen ist die vorhandene Überalterung der Mitglieder in den militärischen Gesellschaften und Dachverbänden. Darum ist es entscheidend, jüngere Mitglieder zu gewinnen, um deren erworbenes militärisches Wissen weiter zu tragen und mit den Kadern in die Ausbildungsstrategie der Verbände und Vereine einfliessen zu lassen. Ein weiterer herausfordernder Bereich ist die Digitalisierung, die allmählich aber stetig die Papieradministration ablöst.

Tangieren diese die Zusammenarbeit des Kdo Ausb mit den militärischen Gesellschaften und Dachverbänden?

Die langfristige Zielerreichung im Bereich der Ausserdienstlichen Tätigkeit kann vom Stab Kommando Ausbildung nur gemeinsam mit den militärischen Gesellschaften und Dachverbänden angegangen werden. Dabei ist der gegenseitigen Information / Kommunikation grösste Bedeutung beizumessen.

Wie sehen Sie die Zukunft der AT?

Meines Erachtens wird die Ausserdienstliche Tätigkeit nur dann eine gesicherte Zukunft haben, wenn sie nach den jeweils aktuellen Begebenheiten und Bedürfnissen der Armee ausbildet und deren Vorgaben anwendet. (253)

Was war Ihr Eindruck des eingangs erwähnten ZK SUOV?

Ich bin beeindruckt von der Qualität und Quantität der getroffenen Arbeitsvorbereitungen. Der Ausbildungsinhalt orientiert sich an der noch bis Ende dieses Jahres geltenden Leistungsvereinbarung des SUOV mit dem CdA. Was die Durchführung anbelangt, stelle ich fest, dass Ausbildungszeit und –inhalt divergieren. Weniger ist oft mehr. Beeindruckt hat mich auch die hohe Motivation und die Diversität der Teilnehmenden. Dies deutet auf ein grosses Interesse an der freiwilligen Ausserdienstlichen Tätigkeit hin.


 

Die ersten beiden Zentralkurse dieses Jahres drehten sich um den Wachtdienst aller Truppen. Die Teilnehmer übten anhand von fiktiven Situationen, an der Realität angelehnt, wie sie in spezifischen Situationen reagieren sollten. – Nicht ganz einfach, wie sich herausstellte.

Der 17. März 2018 war ein eher trüber und kalter Samstagmorgen, die Wolken lagen tief über dem Wpl Sand-Schönbühl bei Bern und drohen jeden Moment ihre Schleusen zu öffnen, als Oberst Jens Haasper, C Ausb SUOV, bereits in aller Frühe das Gel für den Ausbildungstag vorbereitete.IMG 2669

Im Zentrum des Ausbildungstages stand, wie auch schon am ZK I-18 vom 03. März, der Wachtdienst aller Truppen. Hauptsächlich richtete sich der Kurs an die Ausbildner der Sektionen, denn der Kurs zählt zur Erreichung des SAT Ribbons Stufe 2.IMG 2664

Pünktlich um 0930 meldete Wm Ruppli (UOVZO) Oberst Haasper die insgesamt 15 Teilnehmer, welche nicht nur aus den Regionen Bern und Zürich, sondern sogar aus dem Tessin angereist sind. Oberst Haasper wiederum meldet Oberst i Gst Pius Brantschen den Beginn der Ausbildung. Der C Ausbildungsunterstützung aus dem Stab Kdo Ausb ist extra angereist, um sich ein Bild der Ausbildungstätigkeit des SUOV zu machen.

Der C Ausb startet den Ausbildungstag mit einer Standortbestimmung. In Gruppen wurde erarbeitet, was man schon zum Thema wusste. Bei der anschliessenden Präsentation der Ergebnisse wurden nochmals die Aufgabe der Wache, etwa Schutz von Ressourcen, Infrastruktur, Material, Fahrzeugen und natürlich gegen jegliche Einwirkung von Dritten diskutiert. Auch die aktuellen Bedrohungen wurden besprochen und die Anwesenden waren sich einig, man braucht nur die Zeitung zu lesen und wir sehen die Bedrohungen, die im Grunde direkt vor unserer Haustüre stattfinden.

Trockenübungen am Vormittag 

Nach der Standortbestimmung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, erste Trockenübungen zu machen – ohne Körperkontakt. Es wurde der Einsatz des RSG repetiert, sowie die fünf Zwangsmittel-Stufen verbal, physisch, RSG, Pist, Stgw. Nachdem dies besprochen war, konnte es losgehen. Die Teilnehmer stellten in 1:1 Situationen mögliche Ereignisse gemäss den sechs Aggressionsstufen nach, mit dem Ziel richtig auf das Ereignis zu reagieren. Es stellte sich heraus, dass das nicht immer so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Und als ob das nicht schon schwer genug gewesen wäre, kam die zweite Stufe der Übung: nämlich mit der Ausrüstung und der neutralisierten Waffe. Das Anschliessende IMG 2665Mittagessen im Restaurant Bären haben sich alle redlich verdient.IMG 2662

Phantasie am Nachmittag 

Frisch gestärkt starteten die Teilnehmer in den Nachmittag. Das Gelände wurde leicht verändert und auch die Voraussetzungen wurden schwerer. Nicht nur Petrus beschloss nun doch, die Schleusen zu öffnen, auch die Aufgabenstellung wurde etwas erschwert. In zwei Gruppen wurde weiterhin der Quadratdrill geübt, die Wacht agierte diesmal jedoch im Binom. Dabei durften die Teilnehmer beim Nachstellen der Situationen ihrer Phantasie freien Lauf lassen – solange die Situationen realistisch und der Aktualität angepasst sind. So kam es dazu, dass die Wachtleute sich nicht nur mit betrunkene Fussgängern oder verirrten Touristen, sondern auch mit Anti-Militär-Aktivisten und Selbstmordattentätern auseinandersetzen mussten.

Besonders eindrücklich war es, zu sehen, wie die Teilnehmer die verschiedenen Situationen eingehend miteinander diskutierten und die Lösungswege besprachen – immer mit der Unterstützung des Übungsleiters.

Bevor er sich verabschieden musste, richtete auch Oberst i Gst Brantschen das Wort an die Teilnehmer. Er betonte insbesondere, dass man nebst allem Erlernten nie vergessen darf, den gesunden Menschenverstand einzuschalten. An den Orten wo die WK-Einheiten in der Regel stationiert sind, habe man es in den seltensten Fällen mit Terroristen zu tun, vielmehr mit Schülern, Lehrern, Eltern und Anwohnern.

Ausbildungskonzept für die Sektionen IMG 2663

Zum Abschluss wurden, erneut in Gruppen, mögliche Ausbildungskonzepte für die Sektionen erstellt. Besonderen Wert legten sowohl der Übungsleiter als auch Oberst i Gst Brantschen auf den Grundsatz "übe wie du kämpfst" unter dem Vorsatz der Ausbildungsmethodik "durchsprechen-durchgehen-durchrennen".

Alle Teilnehmer zeigten trotz des garstigen Wetters einen hervorragenden Einsatz und sind bestrebt, das Erlernte, bzw. das Repetierte in ihren Sektionen weiter zu geben.

IMG 2668Der nächste Zentralkurs findet am 20.10.2018 im AAL Luzern statt. Thema hier wird sein: Führung. Die entsprechende Ausschreibung wird zu gegebenem Zeitpunkt durch dem C Ausb SUOV an die Sektionen versendet und auf der Webseite des SUOV aufgeschaltet.

Monika Kessler
C Komm SUOV

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Zentralsekretariat SUOV

Frau Genny Crameri
Wilerweg 24 
8427 Rorbas 

 

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